Die IGTC ist vergangenen Mittwoch in die Saison gestartet. Der Auftakt auf der Nordschleife war wie erwartet sehr interessant. Sicher war bereits im Vorfeld, dass die Wahrscheinlichkeit dort auszufallen weitaus größer ist, als auf anderen Strecken. Nicht klar war aber, dass so viele so früh in Probleme kommen würden. Zuerst jedoch ein paar Worte zu meinem Qualifikationstraining:
Aus meiner Sicht ist das Quali sehr gut verlaufen. Bei einer Trainingsdauer von 25 Minuten bleibt einem nicht viel Zeit seine Rundenzeit zu setzen. Demnach bin ich, wie vermutlich die meisten Fahrer, in der ersten Runde eine Sicherheitsrunde gefahren. Manchmal ist das schon verrückt. Man möchte eine vorsichtige Sicherheitsrunde fahren, konzentriert sich, und fährt dann eine persönliche Bestzeit. Somit stand nach der ersten gezeiteten Runde eine 9:02 min auf der Uhr. Keine schlechte Zeit, bedenkt man, dass ich im Training nicht unter 9:07 min gekommen war. In der direkt anschließenden und auch letzten Runde konnte ich mich dann nochmal auf eine 8:59 min und somit auf die 8. Position innerhalb der GT2 Wertung verbessern.
Mit einer kompletten Einführungsrunde über die Nordschleife sollte es dann ins Rennen gehen. Bevor jedoch fliegend gestartet werden konnte, gab es bereits ausgangs der Hohenrain Schikane eine Vielzahl von Auffahrunfällen. Es kam zu einem Stau, der bei vielen Fahrern spürbare Beschädigungen an ihren Fahrzeugen hinterließ. Mir ist es ebenso ergangen. Ein Ausweichen unmöglich, der Auffahrunfall unvermeidbar. Mein Auto hatte einige Beschädigungen, und einen platten Reifen, welcher mich auf direktem Wege in die Box zwang. Ich bin also nicht mehr komplett über die Nordschleife gefahren, sondern nur über die GP Strecke und dann über die Coca-Cola Kurve in die Box. Ein Umstand, der knapp 3 Minuten Rückstand aufs Hauptfeld bedeutete. Mit dem Wissen wahrscheinlich nur noch Fahrer einholen zu können, die ebenfalls durch den Unfall benachteiligt wurden, startete ich nun ins Rennen. Die kommenden 3 Runden verlaufen ereignislos, bis es mir gelingt auf Martin Kleinmann aufzuschließen, und ihn auf der Döttinger-Höhe schließlich zu überholen. Meinen Pflichtboxenstop hatte ich in Runde 1 schon absolviert. Bei der Gelegenheit habe mir bewusst eine härtere Reifenmischung ausgewählt, um das Rennen auf selbigem beenden zu können. Doch bedeutet das auch, dass das Fahrzeug mit zunehmender Renndauer schwieriger zu beherrschen wird, als es zu beherrschen gewesen wäre, hätte man in der Mitte des Rennens stoppen können. Ehrgeizig wie ich war eventuell doch noch den ein oder anderen einzuholen, und mit teilweise schmierig zu fahrenden Reifen unterwegs, bin ich dann im Hatzenbach noch einmal ordentlich abgeflogen. Die Folge: Ein halb zerstörtes Auto und ein Fehlendes Rad. Ich habe dann nur noch versucht auf drei Rädern irgendwie ins Ziel zu kommen, um noch ein paar wenige Punkte abzustauben. Am Ende sind es zwei Punkte die ich Retten konnte.
Der nächste Lauf findet in Long Beach statt. Ich hoffe sehr, dort besser abzuschneiden und ein paar mehr Punkte holen zu können. Eine kleine Vorschau vor dem Rennen und Informationen zur Übertragung gibt es wie gewohnt Zeitnah vor dem Rennen.
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